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Die beiden sächsischen Städte lassen Metropolen wie London, Hamburg, Wien oder Sydney

hinter sich - "Autoland Sachsen" wird zur Top-Region der europäischen E-Auto-Fertigung

 

Aus einer Untersuchung des E-Learning-Anbieters „FutureLearn“ vom letzten Jahr geht hervor, dass die sächsischen Großstädte Dresden und Leipzig, in denen sich viele unserer Denkmal-Immobilien befinden (mehr: https://bit.ly/2RF0OiU; https://bit.ly/3yI4noT; https://bit.ly/3wy6SIt; https://bit.ly/3fLnkhT), mit den Folgen der aktuellen Pandemie vergleichsweise gut umgehen können. Deshalb, so das Online-Portal „Sachen – ein Standort in Bestform!“ (https://standort-sachsen.de/de), werden hier nach der Pandemie die Jobchancen entsprechend hoch sein.

 

„FutureLearn“ untersuchte weltweit insgesamt 100 Städte. Dresden konnte dabei im innerdeutschen Wettbewerb Platz zwei (nach München) und international Rang 14 erobern. Leipzig liegt international ebenfalls im vorderen Drittel (Rang 28) und innerdeutsch auf Rang 6. Beide Sachsen-Metropolen lassen damit Städte wie London, Wien, Hamburg oder Sydney hinter sich.

 

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Als „Sieger“ der Untersuchung ging Singapur mit 100 Punkten hervor. Der Stadtstaat ist von den Auswirkungen der Pandemie nur sehr wenig betroffen und bietet eine große Anzahl gut bezahlter Jobs. Sachsens Landeshauptstadt Dresden kommt auf insgesamt 64,91 Punkte, vor allem im Bereich Jobaussichten für junge Menschen, Lebensqualität und Stabilität des politischen Systems. Die Messestadt Leipzig kommt mit ähnlichen Stärken auf insgesamt 60,82 Punkte.

 

Für die Auswertung „Which cities are best managing the post-COVID economy?“ wurden Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung, dem politischen System, der Gesundheitsversorgung, Arbeitnehmerrechten und Chancengleichheit miteinander verglichen. So bemisst sich etwa die wirtschaftliche Stärke einer Stadt nach der Wirtschaftsleistung und der Anzahl der Firmengründungen vor der Krise sowie der aktuellen Arbeitslosenquote und den geplanten Finanzhilfen des Staates.

 

Die beiden deutschen Städte mit den schlechtesten Werten sind Hamburg (50,54 Punkte, Rang 42 international) und Köln (50,51 Punkte, Rang 43 international). Weltweite Schlusslichter sind Athen (1,38 Punkte) und Santiago de Chile (1 Punkt).

 

Das Dresdener und Leipziger Abschneiden verwundert nicht. Denn zum Beispiel entwickelt sich aktuell das „Autoland Sachsen“ zur Top-Region der europäischen Elektrofahrzeug-Fertigung. Das zeigt das E-Mobility Dashboard 2020 des Chemnitz Automotive Institute (CATI), das Anfang April 2021 veröffentlicht worden war. Neben detaillierten Daten zur E-Auto-Herstellung in Europa und insbesondere in Sachsen im Jahr 2020 geben die Experten zudem einen Ausblick auf die Produktion 2021.

 

Der europäische E-Pkw-Zulassungsboom 2020 resultiert vor allem aus der Entwicklung des Kontinents zu einem Top-Produktionsstandort für diese Fahrzeuge. Die Fertigung von Elektro-Pkw hat sich 2020 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Deutschland und insbesondere das „Autoland Sachsen“ spielen dabei zunehmend eine dominierende Rolle.

 

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Mehr als 600.000 batterieelektrische Pkw (Battery Electric Vehicles BEV) wurden 2020 an europäischen Standorten produziert – ein Plus von rund 325.000 Fahrzeugen gegenüber 2019. Mit ca. 190.000 Fahrzeugen kam dabei nahezu ein Drittel der gesamten europäischen BEV-Produktion aus Deutschland. Davon wiederum rollten 114.000 vollelektrische Pkw aus den sächsischen Werken von VW in Zwickau und Dresden sowie BMW in Leipzig.

 

„Sachsen ist 2020 zur europäischen Top-Region für die Produktion batterieelektrischer Pkw aufgestiegen. Etwa jedes fünfte in Europa gebaute E-Auto war ‚Made in Saxony‘. Die Prognosen zeigen, dass es in diesem Jahr mehr als jedes vierte E-Fahrzeug sein wird“, betonen Prof. Dr. Werner Olle und Dr. Daniel Plorin von CATI.

 

Die E-Auto-Produktion in Sachsen ist in hohem Maße auf internationale Märkte ausgerichtet. Rund 70 Prozent der 2020 in der Region hergestellten BEV wurden exportiert. Dabei stand Europa mit ca. 72.000 Fahrzeugen im Vordergrund. Spitzenreiter waren dabei die europäischen Top-E-Mobil-Märkte Norwegen und Niederlande sowie Großbritannien, Schweden und Frankreich.

 

Mit dem Produktionsergebnis 2020 hat Sachsen wesentlichen Anteil daran, dass Deutschland erstmals zum Spitzenreiter der E-Pkw-Fertigung in Europa aufgestiegen ist. Zu den Top-Fünf-Fertigungsländern gehören zudem Frankreich, die Slowakei, Großbritannien und Belgien. Sieben der aktuell 25 europäischen BEV-Produktionsstandorte in zehn Ländern befinden sich in Deutschland.

 

Europas größte Standorte im E-Fahrzeugbau waren 2020 das französische Renault-Werk in Flins, die VW-Werke Zwickau, Bratislava, Wolfsburg und Dresden, das Audi-Werk im belgischen Brüssel, das Hyundai-Werk im tschechischen Nosovice, die Nissan-Fabrik im britischen Sunderland, das PSA-Werk im slowakischen Trnava, Porsche Stuttgart und BMW Leipzig. 

 

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Im laufenden Jahr 2021 werden in Europa weitere deutliche Zuwächse bei der Produktion von batterieelektrischen Pkw eintreten. Die Fachleute von CATI prognostizieren einen Anstieg auf insgesamt nahezu einer Million BEV, davon etwa 40 Prozent aus Standorten in Deutschland. Diese Größenordnung von rund 400.000 Fahrzeugen könne, so Olle und Plorin, in Abhängigkeit vom Anlauf des Tesla-Werkes in Grünheide noch übertroffen werden.

 

„Auf jeden Fall baut Sachsen seine führende Position weiter aus. Wir erwarten für 2021 nochmals eine deutliche Steigerung der in der Region produzierten vollelektrischen Pkw auf ca. 280.000 Fahrzeuge. Dabei wird das VW-Werk Zwickau in diesem Jahr zum größten Fertigungsstandort für Elektroautos in Europa. Der Produktionsstandort Deutschland und die Automobilregion Sachsen bauen damit ihre Spitzenstellung weiter aus“, so die Automotive-Experten (Fotos: Stadt Dresden/Stadt Leipzig).

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